FREI
Frei ist zuerst die Gnade Gottes. Er liebt die Menschen ohne Vorleistung! Frei ist bei uns auch die Entscheidung, die Annahme dieser Liebe durch Taufe und Mitgliedschaft bewusst auszudrücken.
Freiwillig sind außerdem die Spenden, durch die sich die Gemeindearbeit finanziert.
Frei sind wir dadurch auch von Kirchensteuerpflicht, wir befürworten die Trennung von Staat und Kirche und die damit verbundene Freiheit.
EVANGELISCH
Evangelisch sind unsere Wurzeln. Die Gemeinde lebt vom Evangelium, von der guten Nachricht, dass Jesus für uns gestorben und auferstanden ist und wir dadurch Frieden mit Gott haben.
Evangelisch nennen wir uns, weil wir uns allein zu Christus, seiner Gnade, dem Glauben an ihn und der Bibel als Grundlage unseres Lebens bekennen.
GEMEINDE
Gemeinde heißt Gemeinschaft. Gemeinsam lachen, leiden, leben – dazu verbindet die Liebe Gottes.
Gemeinde meint auch überregionale Gemeinschaft. Die FeG Hohenlockstedt gehört zusammen mit über 460 anderen Gemeinden zum Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland.
In Deutschland gibt es heute:
rund 500 Freie evangelische Gemeinden
etwa 43.000 Mitglieder
ca. 10.000 Kinder
rund 19.000 „Freunde“, die regelmäßig die Gottesdienste besuchen
Die Gemeinden sind in 24 Kreise und 5 Regionen eingeteilt.
Alle FeG in Deutschland gehören zum Bund Freier evangelischer Gemeinden (BFeG), einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Der Bund versteht sich nicht als „Leitung von oben“, sondern als Gemeinschaft zur Unterstützung der selbstständigen Gemeinden.
International ist der BFeG Teil der International Federation of Free Evangelical Churches (IFFEC). Zu ihr gehören etwa 700.000 Mitglieder aus rund 30 Ländern.
Geschichte der FeG
Die Wurzeln der Freien evangelischen Gemeinden liegen in der reformierten Tradition und in Die Freien evangelischen Gemeinden (FeG) sind selbstständige Gemeinden einer klassischen Freikirche. Sie gehen auf den Wuppertaler Kaufmann Hermann Heinrich Grafe (1818–1869) zurück und auf eine Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts, dem Genfer Réveil.
Diese Erweckung lernte Hermann Heinrich Grafe 1841 in Lyon kennen. Sie prägte ihn stark.
Grafe wollte eine Alternative zur damaligen Staats- bzw. Volkskirche schaffen. Sein Ziel war eine Gemeinde:
die aus bewusst glaubenden Menschen besteht, nicht aus Zwang oder Tradition, sondern aus persönlichem Glauben
Dabei ging es ihm nicht um eine perfekte Gemeinde, sondern um eine Gemeinde, die sich am Neuen Testament orientiert.
Taufe und Abendmahl
Ein wichtiger Punkt war für Grafe das Abendmahl.
Er war der Meinung, dass nur Menschen daran teilnehmen sollten, die persönlich an Jesus glauben. Dass Menschen allein aufgrund ihrer Säuglingstaufe am Abendmahl teilnahmen, lehnte er ab.
Dies führte zu Spannungen mit seiner Landeskirche. Ein Zusammenschluss mit den Baptisten scheiterte später an der Frage der Säuglingstaufe.
Nach vielen inneren Kämpfen gründete Grafe schließlich am 20. November 1854 die erste Freie evangelische Gemeinde in Elberfeld und Barmen. Damit trennte er sich von seiner reformierten Landeskirche.
1874 schlossen sich mehrere freie evangelische Gemeinden zusammen. Aus dieser Vereinigung entstand 1928 der heutige Bund Freier evangelischer Gemeinden.
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